03 März, 2007

Las Vegas… anders als erwartet!

Letzten Donnerstag begaben sich meine drei Kollegen und ich auf das Abenteuer Las Vegas. Früh morgen fuhren wir mit dem Greyhound Bus nach Vancouver (ca. 5 Stunden – die räumlichen Dimensionen sind in Kanada ja etwas anders), wo bereits unser Flieger wartete. Nach nur 2 ½ Stunden erreichten wir unseren Zielort… Las Vegas!!



Da keiner von uns auf der „green card“ ankreuzte terroristische Aktivitäten vorzuhaben, wurde uns nach der Abnahme unserer Fingerabdrücke (!) die Einreise gestattet. Und…das Gerüchte stimmt…bereits am Flughafen befindet sich ein Casino.


Kaum angekommen machten wir uns auch schon auf den Weg Las Vegas zu entdecken. Hier einige Bilder der größten und bekanntesten Hotels und Casinos von Las Vegas. Einige Casinos kennt ihr bestimmt aus Filmen wie „Casino“, „Oceans Eleven“,… es ist wirklich sehr interessant diese Hotels „live“ zu sehen.



























































Wir übernachteten im „Circus Circus“. Der Name hält was er verspricht ;-). Des Weiteren zählt es anscheinend zu den fünf größten Hotels der Vereinigten Staaten. Also genau das Richtige für mich ;-))). Für den direktesten Weg durch das Hotel braucht man mindestens 15 Minuten.

Imposant waren auch die riesigen Anzeigetafeln, die in allen Farben leuchteten und die ganze Stadt erhellen. In den Hotels finden die verschiedensten, für Las Vegas typischen Shows statt. Da wir schon einmal in Las Vegas waren, wollten wir uns diese Gelegenheit natürlich nicht entgehen lassen und besuchten die „Blue Man Group“.



Eine wirklich tolle Show!!! …allerdings scheint „Umweltschutz“ für diese ein Fremdwort zu sein, da sich alle Zuschauer mit Papier „verkleiden“ sollten und zudem wurde auch während der Show Massen von Papier „verschwendet“.


Ein Thema, das mir in Vegas massiv aufgefallen ist, worüber aber niemand spricht, ist der Sextourismus. Ständig sind auf der Straße mobile Anzeigetafeln zu sehen, man bekommt alle paar Meter kleine Visitenkarten mit „Kontaktadressen“ zugesteckt, und die „Briefkästen“ sind eigentlich Boxen mit Pornoheften zur freien Entnahme.








Am nächsten Tag haben wir uns die Casinos von innen näher angeschaut. Meine Kollegen haben einwenig gespielt, aber leider waren die Gewinne eher bescheiden. Da ich in dieser Hinsicht überhaupt keine Gamblerin bin, aber nun schon einmal in Vegas war, wollte ich diese Gelegenheit auch nicht auslassen. Ich habe ganze US$ 2 verspielt ;-).










Aus psychologischer Sicht fand ich die Casinos und deren Besucher viel interessanter als das Gambeln selbst. Es war sehr interessant, das ganze Geschehen (Lichter, Geräusche, Gambler,…) zu beobachten.









Wir besuchten auch den Tower von Vegas:
gute 200m hoch in 12 Sekunden (mit Aufzug) … und ein unglaublich toller Ausblick!!!










Ich unternahm diesen Trip ja in erster Linie um den Grand Canyon zu sehen. Also mieten wir ein Auto und machten uns auf den Weg um den „großen Graben“ zu sehen.

Auf dieser 3 Stunden Fahrt (bzw. 6 Stunden hin und retour) hielten wir am Hoover Dam an, um dieses imposante Bauwerk zu sehen.


Anschließend ging’s weiter in die unglaublichen Weiten Arizonas.



Die Dame an der Autovermietung meinte, wir müssten um zum West Shore zu gelangen einen Feldweg fahren. Wie wir auf unserer Rückfahrt feststellen mussten, wäre dies gar nicht nötig gewesen… wir waren auch die einzigen auf diesem Weg.


Endlich am Grand Canyon angekommen, mussten wir feststellen… der Park hat bereits zu! :-( Aber wir erlebten einen wunderschönen Sonnenuntergang. Hier einige Bilder vom „Eingang“ des Grand Canyon.

















Nach diesem wunderschönen Sonnenuntergang begaben wir uns wieder auf unseren Rückweg. Aber früh morgens am nächsten Tag nahm ich diesen Weg noch einmal auf mich um den Grand Canyon doch noch zu sehen. Die Fahrt dorthin war atemberaubend - ein unglaublicher Sonnenaufgang in den Weiten Arizonas.

…aber beinahe am Ziel angekommen, passiert es. Autopanne! ...und keine Siedlung, keine Autos weit und breit…

Da ich kein Handy oder sonstigen Kommunikationsmittel bei mir hatte, war ich gezwungen zu warten, und zu warten, und zu warten, und…

Und irgendwann kam tatsächlich ein Auto! Ein sehr netter Einheimischer blieb stehen, begutachtete das Auto und schleppte es ab. Bei diesem zuhause angekommen, reparierte sein Onkel, der glücklicherweise Mechaniker war (Glück im Unglück!), das Auto. Leider hatte ich durch diesen Zwischenfall sehr viel Zeit verloren. Da bereits nachmittags der Flieger ging, musste ich mich sofort auf dem Rückweg machen…

Ich habe den Grand Canyon also 2x FAST gesehen!!!
Es sollte irgendwie nicht sein! Naja...wer weiß, vielleicht hätte mich eine Schlange gebissen…

Ich versuchte es positiv zu sehen, denn im Nachhinein konnte ich daran eh nicht ändern… und irgendwie musste ich über mich und diese “komische” Situation schmunzeln.


Aber das Abenteuer war noch nicht vorbei...kurz: Flug Verspätung - Turbulenzen - kein Bus nach Kamloops mehr - Übernachten auf den Flughafen - morgens Busfahrt nach Kamloops - ...

Sometimes…life is really weird!

Resümee: Der Trip nach Vegas war sehr aufregend. Ich habe noch nie zuvor eine Stadt wie Las Vegas gesehen oder erlebt. Wirklich einzigartig. Ich konnte sehr viele interessante Eindrücke sammeln.

20 Februar, 2007

a busy week...



Letzte Wochen fanden meine mid term exams statt

... neben den üblichen quizzes und assignments, die hier doch recht umfangreich bzw. zeitintensiv sind.

Ich hab also eine ziemlich lernintensive Woche hinter mir.







Dafür genieß ich diese Woche umso mehr, denn...
es ist READING BREAK!!!


Selbstverständlich haben uns die Lektoren mit Essays etc. eingedeckt und ich werde auch einiges an meinem Fundraising- Projekt arbeiten.

...aber ich werde mir auch die Zeit nehmen einwenig zu verreisen. Spontan erschlossen einige meiner internationalen Kollegen und ich einige Tage nach LAS VEGAS zu fahren. Am Donnerstag geht's los... YEAH!!!

Ich wollte ja schon immer den Grand Canyon sehen. Und da ich ihm nun um einiges näher bin, werde ich diese Gelegenheit am Schopfe packen.

Selbstverständlich gibt's nächste Woche dann die ersten Bilder!

Aber nun folgt erst einmal mein Post zu den Wohnmöglichkeiten hier in Kamloops, den ich Heike, meiner Nachfolgerin vom Studiengang Soziale Arbeit, schon seit über einer Woche versprochen habe. Sorry für die Verspätung, Heike.

Also... bis nächste Woche, zurück mit neuen und sicherlich vielen interessanten Eindrücken,

eure Maria

11 Februar, 2007

Wohnen in Kamloops

Da ich die erste MCI- Studentin an TRU bin, konnte ich mich bei der Wahl der Wohnmöglichkeit rein auf Bilder aus dem WWW, auf Prospekte und das Gefühl verlassen. Ich vertraute bei meiner Entscheidung vor allem auf mein Gefühl… und es gab mir Recht.


Ich lebe während meiner Zeit hier in Kanada im Upper College Heights, einem Studentenheim ca. 10 Minuten Fußweg von der Uni entfernt. Wie bei jeder WG kommt’s auf die darin lebenden Personen an… und ich hatte großes Glück.



Wir sind eine kunterbunte internationale Mischung: Kate aus Bulgarin, Ola auf Russland (mittlerweile Russisch—Kanadierin) und Laya aus Taiwan ...und alle sind sehr nett, lustig und auch sehr sauber (!). Sie studieren bereits mehrere Semester an TRU und waren mir insbesondere in der ersten Woche der Orientierungslosigkeit eine Stütze! Danke an dieser Stelle!


...chicken wings- session








Weitere Wohnmöglichkeiten in Kamloops:

· Homestay: Wohnen/ Leben mit einer kanadischen Familie. Frida, eine gute Kollegin von mir, lebt in homestay und ist damit recht zufrieden. Vorteil: Verpflegung ist inklusive. Nachteil: es kann sein, dass man recht weit von der Uni entfernt lebt... aber die Busverbindungen hier in Kamloops sind recht gut.


· Mc Gill: 4er-WG, Badezimmer gemeinsam, Kochmöglichkeit im Zimmer, kein Internet sowie TV (jedoch möglich), auf Unigelände (2 Minuten zu Hauptuni). Aber ganz ehrlich gesagt... eher nicht zu empfehlen. Die Zimmer sind extrem klein und bei Regen kann es schon mal sein, dass es im Zimmer von der Decke tropft...


· New Residence: 2er- bis 4er- WG, TV, Telefon und Internet im Zimmer, höchstes Gebäude in Kamloops, gemeinsames Wohnzimmer mit Großbild-TV, kleine Küche in WG, große Küche pro Stockwerk, wunderschöner Ausblick und ca. eine 1/2 Minute zur Uni!!… New Residence ist das "Luxus"- Studentenheim von Kamloops (ca. CAD 600 bis 800 pro Monat). Aber meiner Meinung nach stimmt das Preis- Leistungsverhältnis nicht wirklich überein.

· Motel

· Privat


Für kommende Austauschstudenten: bei Fragen zu Studentenheimen, aber auch sonstigen Fragen rund um Kamloops und TRU könnt ihr euch gerne an mich wenden unter maria.kathrein@hotmail.de

Snow tubing…great fun!


Nachtrag:
Letztes Wochenende ging’s mit Karie & Kari von ISAP (International Student Activity Program) nach Harper Mountain zum Snow Tubing.










Eine kunterbunte internationale Truppe
(Japan, Germany, Canada, Dubai, Azerbaycan, and Austria)



Bild: vorne v. li. nach re. Joanna, Sebastian, Maiko; hinten Azad, Kai, Buh...und ich.









... die obligatorische Schneeballschlacht






















Buh aus dem Norden Kanadas (ursprünglich Dubai) ist an die kanadischen Temperaturen gewohnt.....
















...ich hingegen wärmte mich am Kaminfeuer und versuchte zum ersten Mal Marshmallows...

Rally against tuition fees!!!



Diese Woche wurde in ganz Kanada gegen die Studiengebühren bzw. gegen deren Erhöhung demonstriert. Aus österreichischer Sicht recht verständlich, denn die kanadischen Studenten bezahlen im Schnitt €1.500! Pro Semester!

Dem nicht genug… die internationalen Studenten müssen um in Kanada studieren zu dürfen ca. €4.000 pro Semester hinlegen!!

Und dann werden die Studiengebühren auch noch jährlich angehoben!!



Ich fragte mich, wer diese Studiengebühren bezahlen sollte. Naja, meistens sind die Eltern. Aber ein Großteil der Studenten muss einen Studentenkredit aufnehmen, der zwar während der Studienzeit zinsenfrei ist, aber dennoch zurückzubezahlen ist. Also kein Wunder, dass die meisten Studenten hoch verschuldet sind. Ein toller Start ins Berufsleben…!!!


Als Exchange Student bezahle ich – Gott sei Dank – nur die österreichischen Studiengebühren, die zwar nach wie vor bestehen, aber im Vergleich zu Kanada wirklich sehr annehmbar sind.

Selbstverständlich wollte ich mal eine kanadische Demonstration miterleben, aber sie war, als ich knapp eine Dreiviertelstunde später hinkam, schon so gut wie vorbei…

Die kanadischen Demonstrationen sind also eher kurz und knapp (anders als die derzeitige Demonstration der Psychologen in Innsbruck - incl. 24 Stunden Besetzung ;-), aber hoffentlich für die Studierenden hier wirkungsvoll...


03 Februar, 2007

Austria is Flag of the Month!!!

Mit Stolz erfüllt gebe ich bekannt, dass die österreichische Fahne „Flag of the Month“ ist!



Als eine jener Universitäten Kanadas, die die meisten internationalen Studenten hat, hat TRU (Thompson Rivers University) eine tolle Tradition eingeführt.

Die Fahne des Heimatlandes jedes internationalen Studenten wird während seines Aufenthaltes einmal offiziell vor der Uni gehisst und bleibt dort für ein Monat.

Da ich derzeit die einzige Österreicherin an TRU bin, weht diese Fahne nun für mich, als Vertreterin des MCI und meiner StudienkollegInnen!!!


PS: an meine StudienkollegInnen und Freunde:
Wo auch immer ihr gerade sein mögt, ob beim Auslandssemester in Finnland, Córdoba, Riga,… oder beim Berufspraktikum in Innsbruck, Südamerika oder Afrika,… ich wünsche euch alles Gute und tolle Erfahrungen!

Bis auf ein Wiedersehen im Juli!

02 Februar, 2007

Starmania in Kanada…?



Am vergangenen Freitag versammelten sich über 600 Studenten im großen Festsaal der Uni um der „TRU Idol Show“ beizuwohnen. Eine Art Talentshow mit langer Tradition…und um Welten besser als „American Idol“!!

Studenten, aber auch Professoren der Uni, zeigten ihr Können in den Kategorien „Musicians“, „Comedy“, „Singers“ und „Dance“. Besonders beeindruckend waren die „Musicians“, die nicht nur unglaublich gut singen und musizieren konnten, sondern großteils einige Kompositionen vortrugen!

Es waren unglaublich talentierte Studenten zu sehen bzw. zu hören! Aber auch die Leistungen der Lektoren waren nicht von schlechten Eltern...



all performers...



...and the audience ;-)